Denkmalgeschütztes Kulturgebäude, Stadt Salzburg

Dreieinhalb Monate hatte RHZ Zeit für die Generalsanierung des Festspielhaus-Foyers in Salzburg. Als sich die Pforten zu den Osterfestspielen 2019 wieder öffneten, war alles so, wie es auch Architekt Clemens Holzmeister gefallen würde.

Von Jahresanfang bis zum Palmwochenende war in Salzburgs Großem Festspielhaus die Kunst des Bauens gefragt. Das gesamte Foyer des denkmalgeschützten Gebäudes aus den frühen 1960er-Jahren war fällig für eine Generalsanierung. Der Auftrag, den RHZ Bau gegen breite Konkurrenz gewann, lautete insbesondere, die unter den Zuschauerrängen abgehängte Decke zu erneuern. Die dahinter liegende Elektrotechnik und der Brandschutz sollten entsprechend den Behördenvorgaben auf den neuesten Stand der Technikgebracht werden.

In Absprache mit dem Denkmalamt wurde entschieden, die 640 m² große Deckenkonstruktion abzuhängen und auf derselben Höhe wie das Original zu erneuern. Dazu mussten die denkmalgeschützten Holzvertäfelungen und Steinsäulen mit freistehenden Schutzverkleidungen umhüllt sowie die nicht minder sensiblen Marmorböden abgedeckt werden. Diese Verkleidungen sollten die 60 Jahre alte Substanz vor Bauschäden schützen. Auch musste stets darauf geachtet werden, dass die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Baustellenbereich gleichmäßig blieben. Sonst hätte die Gefahr bestanden, dass es die Holzvertäfelungen verzieht.

Nach dem Rückbau der alten Deckenkonstruktion unter einer staubdichten Einhausung wurde die neue Decke auf einer ausgesteiften, entkoppelten Unterkonstruktion mittels StoVentec Putzträgerplatten aus Blähglasgranulat hergestellt. Diese Lösung ist eine Innovation. Die statische Vorgabe war nämlich, dass die Decke leichter als der Altbestand sein musste. Die StoVentec-Platten sind zudem sehr schwindarm, also auf Dauer fugenfrei. Dem Wunsch des Architekten entsprechend, präsentiert sich die neuverputzte Decke des Foyers damit als durchgehend glatte Fläche.

Ebenfalls Fingerspitzengefühl verlangten die neu herzustellenden Einbauringe als Trägerkonstruktion der Beleuchtung. Diese sollten sowohl den neuen technischen Anforderungen als auch den gestalterischen Vorgaben des Architekten Holzmeister entsprechen und waren mit dem Denkmalamt abzustimmen.

Außerordentliche Flexibilität

Der durch Veranstaltungen vorgegebene Zeitraum von Jahresbeginn bis zu Ostern erforderte außerordentliche Flexibilität und Einsatzbereitschaft unseres Teams. Die eingesetzten Spezialmaterialien haben lange Lieferzeiten. Auch von da her mussten wir oft kurzfristig entscheiden und handeln. Das RHZ-Team hat es sogar geschafft, die beauftragten Leistungen früher als geplant fertigzustellen. Die Salzburger Festspiele als Bauherrin konnten dem rechtzeitigen Abschluss relativ entspannt entgegensehen.

Am Ende der doch herausfordernden Sanierung herrschte allseitige Zufriedenheit.

Fotos: RHZ/Hubert Stranger

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